Donnerstag, 31. Januar 2008

Ausserirdische beim Paragliding

Fast 3 1/2 Stunden in der Luft- was will man mehr?
Um 13.30 Uhr war der NO- Wind schon stark genug, um nicht schon wieder ab zu saufen. Ich war ca. 30 Minuten geflogen, da sah ich Vince am Startplatz stehen. Also schmiss ich ihm den Autoschluessel runter und drehte noch eine Runde, bis er seinen Schirm ausgelegt hatte. Als ich zurueck kam musste ich sofort an den Faschingsdonnerstag denken.

Als was war Vince heute verkleidet? - nein, nicht als Tulpe!

(er schliesst gerade den Gurt)



Als CONEHEAD !




hier nochmal im Flug:






Wenigstens Einer, der Sinn fuer Homor hat. Ihm gebuehrt der Pokal fuer das beste Kostuem.


Die uebrigen vier Piloten am Hang Carmen, Alex, Jean- Luc und ich sind Faschingsmuffel.


Alex ueber dem Winterschirm


So hoch war die Helmkamera bestimmt noch nie.
Alex am Ortsanfang von Santa Pola
Bin mal gespannt, was mir sonst noch so an Fasching vor die Kamera fliegt.

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Mittwoch, 30. Januar 2008

Geschenkter Flugtag

Da das mit dem Ostwind heute nichts werden sollte sass ich auf der Terasse und ueberlegte, was in mein naechstes Post " Die acht Gebote des Gleitschirm fliegens" noch so rein muss. Ich war erst beim 4. Gebot ( Hoehe macht einsam) da bemerkte ich, dass der Windsack gegenueber auf NO gesprungen war. (Ich muss an dieser Stelle wieder mal ein Lob fuer den Windsackaufhaenger Alex aussprechen.) Also packte ich meinen Winterschirm und 5 Minuten spaeter war ich in der Luft, und 3 Minuten danach stand ich wieder am Boden. Immer das gleiche Spiel: Jede Sekunde des schweisstreibenden Aufstiegs dachte ich, dass ich mich oben zuerst in die Sonne setze und ausruhe. Kaum war ich oben an gekommen war der Aufwind so gut, dass ich es nicht erwarten konnte, wieder in die Luft zu kommen. Der Wind war recht noerdlich, aber fuer ein gutes Stuendchen hat´s gelangt.





Die Luft unterhalb der Inversionsschicht war total diesig.



Spaeter tauchten dann auch Carmen und Alex auf.








Alex vor dem Faro




Carmen




Alles in Allem war ich 2 1/2 Stunden in der Luft.

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Montag, 28. Januar 2008

Streckenflug nach L.A.

Den Nachmittag habe ich gestern mit Mopedbasteln verbracht. Dieser Schrottroller meiner Tochter wollte einfach keinen Zuendfunken mehr bringen. Der ganze Hang voller Schirme und ich beim Schrauben! Gegen 17 Uhr tauchten dann Raul und Alex an meiner Mauer auf, nachdem sie schon mehrmals ueber mich hinweg geflogen waren. "Hey Max, was issn los?" Weil ich mit meinem Latein bezueglich Zweitaktzuendung am Ende war liess ich mich zum Fliegen ueberreden. Es war zwar recht kalt, aber es ging ( vielleicht gerade desswegen ) super gut hoch.

Am Faro hab ich im letzten Licht noch ein paar Fotos gemacht.


Alex mit P 80


Sonnenuntergang hinter Santa Pola

Nachdem wir doch so gute Hoehe hatten und nicht wussten, wohin damit kam uns die Idee nach Los Arenales (Richtung Alicante) zu fliegen.
Noch ein bisschen Hoehe am Faro getankt und ab im Gleitflug nach L.A. .
Das einzige Foto, auf dem man trotz des schlechten Lichts noch etwas erkennen kann.
Wir haben es tatsaechlich geschafft, auch wenn ich unterwegs nicht mehr daran geglaubt habe.
Rechts hinter meinem Tragegurt steht das erste Hochhaus am Meer . Dort bin ich im dritten Stockwerk angekommen. Zum Aufsoaren am Haus hat es nicht gelangt, aber die Leute haben dumm geschaut als ich vor ihrem Fenster aufgetaucht bin.
Uebrigens, der Roller laeuft wieder- Es war die Zuendspule.

Sonntag, 27. Januar 2008

Fliegen am Cabo- Teil 2

Ich wollte ja noch ein paar Fotos vom tollen Flugtag gestern nachreichen- voila:

Beim ersten schoenen Testflug am Nachmittag hatte ich leider keine ruhige Sekunde. Zwanzig Minuten Kampf am thermisch leicht durchstzten Hang, aber ich hab´s geschafft, wieder oben zu landen. Der Zweite Versuch zwei Stunden spaeter endete mit dem ersten Absaufer am Haushang dieses Jahr. Eigentlich war es mir vorher schon klar. Die Sonne war weg ( Osthang!) und der Wind zu schwach. Also bin ich in der Mulde hoch gelaufen und hab mich oben hin gesetzt und auf das Meer geschaut...


... und gehofft, der dunkle Streifen wird bald zu mir kommen und mir Wind bringen. Nach ca. einer halben Stunde war es dann so weit, und ich konnte zum Startplatz zurueck fliegen, wo Vince schon wartete.

links unten das rote Haeufchen wartet, dass es endlich starten darf.

Danach biss sich Vince am Hang fest.




Nach zwei, drei Runden zum Leuchtturm hatte er eine stattliche Hoehe und konnte ueber die halbe Costa Blanca blicken. Gekroent wurde der lange Gleitschirmflug durch die erste Toplandung. Gut gemacht!



Zwei lustige Begegnungen hatte ich waehrend meiner folgenden Fluege.


Erst pirschte sich ein Krachmacher mit ausgeschaltetem Motor an mich ran...



...dann ueberholte mich ein Flugboot.



Der Boomerang 5 an dem das Boot hing schoss mit einem Affenzahn an mir vorbei. Spaeter ueber dem Landeplatz hab ich ihn nochmal erwischt.

Ich warte immer noch auf die guten Zocker, die mehr als 500m beim Gleitschirmspiel schaffen.

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Samstag, 26. Januar 2008

Fliegen am Cabo + Thermikspiel

Wow- welch ein Tag zum Fliegen am Cabo von Santa Pola!

Vorab ein Foto...



... den Rest gibt es spaeter. Hab mich am Thermikspiel von U-Turn fest gebissen, dessen Link mir Alex gerade gemailt hat.
Zum Kreisen in der Thermik : Thermikspiel

Ich bin gespannt, wieviel Punkte ihr erreicht! ( Bitte Kommentar benutzen!)

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Freitag, 25. Januar 2008

Mein erster Starkwindtag in Spanien 2008

"Was gestern zu wenig war war heute zu viel", wird sich sicher Vicente heute gedacht haben, so wie einige andere Gleitschirmflieger der Gegend. Heute morgen hat es mir schon schier den Toast vom Tisch geblasen. Um 10 Uhr stand Rubens Windanzeige auf 30km/h, Boeen 38,9 km/h. Die Vorhersage hatte uns Hoffnung auf ein paar Fluege am Vormittag gemacht- wird nix draus! Um 14 Uhr dann liess der Wind deutlich nach und ich ging mit dem Windmesser bewaffnet zum Startplatz vor. Spitze um 30 km/h- grenzig!
Eigentlich gar nicht mein Ding bei starkem Wind in der Luft rum zu haengen, aber ein bisschen ground(- nahes) Handling wird mir ganz gut tun, dachte ich mir. Nach dem Start schoss ich gleich hoch, wie ein Sektkorken. Also, ab zum Faro, ein paar Fotos machen.


Auf dem Weg sah ich gerade Alex mit seiner Dschunke ( der weisse Renault ganz oben) an kommen. Ich hoffte bald Gesellschaft zu bekommen, er rief aber so etwas, wie "...muss lernen".

Startplatz Santa Pola

Faro, im Hintergrund Alicante



Startplatz


Landeplatz an der Kapelle
Nach einer Viertelstunde begann ich dann doch zu frieren in meinem duennen Pulli und steuerte meinen Gleitschirm zurueck zum Startplatz. Nach zehn Minuten Turnen durchsetzt mit Uebungen im rueckwaerts fliegen war es mir wieder warm. Eine halbe Stunde konnte ich dann den ueblichen Bloedsinn, wie "Ziegelsteinlufttransport" und "Maexlein steht auf einem Bein" spielen, bevor es so auffrischte, dass ich alle Muehe hatte, den Paraglider am weg fliegen zu hindern.
Eigentlich hatte ich jetzt vor "Ende 1. Teil" zu schreiben und mich noch ein paar Minuten in die spanische Luft zu schwingen, aber die Windgeschwindigkeit steht bei 29 km/h und es wird gleich dunkel ( weiss nicht, was mich mehr hindert ). Morgen sieht es auch recht stuermisch aus, Sonntag wird gut!

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Donnerstag, 24. Januar 2008

Wie im Gleitschirm Urlaub - Teil 2

Gestern abend ist mir doch der Alchemist dazwischen gekommen, und so muss ich den zweiten Teil der Fotos von Tulpes Hoehenflug heute morgen veroeffentlichen.




kuz darauf waren auch Raul, Alex und Carmen in der Luft

Tulpe blieb nach anfaenglichen Schwierigkeiten brav ueber der Kante.

Dieses Grinsen wich den ganzen Tag nicht mehr aus seinem Gesicht.
Waehrend Alex wieder seine Airgames mit viel zu wenig Bodenabstand veranstaltete
Gegen 17 Uhr wurde der Wind schwaechen und ich packte meinen Winterschirm mal wieder aus. Einfach ein Traumgefuehl im letzten Aufwindhauch an der Kante entlang zu gleiten. Jetzt bin ich schon 2 1/2 Jahre hier und immer noch verspuere ich an solchen Abenden das Gefuehl, im Urlaub zu sein.

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Mittwoch, 23. Januar 2008

Wie im Gleitschirm-Urlaub

Das war er, der erste richtige Ostwindtag in Alicante! Bis 14 Uhr warteten Vicente (Tulpe) und ich auf der Terasse, dass sich der Windsack gegenueber endlich etwas mehr in die Waagerechte bewegt. Von dem strammen Wind mit 10 kn, der unsere Hoffnungen auf den ersten (guten) Flugtag am Cabo de Santa Pola an schuerte war mittags noch nichts zu spueren. Aber, wie ich gestern abend schon schrieb: man soll den Wind nicht vor dem Abend loben. Ausserdem sitzt es sich nicht schlecht bei 23 Grad auf meiner Terasse, zumindest wenn man die noetige Ruhe mitbringt. Tulpe besass diese Ruhe leider ueberhaupt nicht und lief staendig (in freudiger Erwartung auf seinen ersten laengeren Flug) zwischen Kaffeetasse und Gelaender hin und her. Als wir um 14 Uhr vor zum Startplatz gingen war zwar immer noch kein starker Wind, aber man konnte wenigstens den Gleitschirm ueber sich halten. " Falls ich ab saufe gehe ich drueben wieder hoch und versuche dort nochmal zu starten". Mit meinem ueblichen Spruch verabschiedete ich mich zum ersten Testflug 2008. Aber ich musste nicht hoch laufen. Ohne Probleme gleitete ich bis zur Nordwand und hatte dort nach ca. 10 Minuten schon gute Hoehe in der thermisch aktiven Luft gemacht um den Rueckweg zu wagen. Ich wundere mich jedes mal, wo so schnell die Piloten am Startplatz her kommen.
Tulpe war schon startfertig und 2 Minuten spaeter in der Luft.
Ende 1. Teil

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Freitag, 18. Januar 2008

Perfecto in Palo

Kaum schimpft man ein bisschen und schon klappt es.
Ich muss lange im Blog blaettern, um aehnlich gute Bedingungen zu finden, aber der Reihe nach... .
Um mittags rum wurde es spuerbar waermer. Ein gutes Zeichen, dass der Wind dreht. Also machten wir uns Richtung El Palomaret auf, um uns vor dem hoffentlich bald aufkommenden Aufwind oben in die Sonne zu legen. Doch daraus wurde nichts. Am Startplatz von Palo waren wir mutterseelenallein, obwohl der Wind schon kraeftig anstand. Bei stahlblauem Himmel und butterweicher Thermik war es ein Fest, mehr als zwei Stunden lang das nach zu holen, was ich nun ueber zwei Wochen vermisst habe, meinen Auftaktflug ins Neue Jahr.
Toni konnte endlich seinen Arcus ausgiebig testen

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Donnerstag, 17. Januar 2008

Bloeder Westwind!

Eigentlich wollte ich auf besseres Flugwetter warten um meinem Gleitschirm- Blog etwas Neues hinzu zu fuegen. Aber das neue Jahr hatte bisher nicht viel Fliegbares im Gepaeck. Zwei Highlights gab es bisher zu berichten:


1. dass ich am Neujahrsmorgen auf dem Olympiaberg in Muenchen von irgeneinem Knallkoerper mit einer Sylvesterrakete beschossen und gleich mutig die linke Wange hin gehalten habe. In den darauf folgenden Tagen faerbte sich mein linkes Auge und erinnerte mich beim allmorgendlichen Blick in den Spiegel an die Multicolorserie von Airwave, bei der jede Zelle eine andere Regenbogenfarbe besass.


2. dass mein Auftaktflug dieses Jahr in Peña Rubia zwar sehr schoen, aber viel zu kurz war und ich somit nun auch mal in Peña Rubia zu Fuss den Berg hoch gelaufen bin.





Der Poniente, wie der Westwind hier heisst bringt eigentlich selten gute Flugtage mit sich. Meist ist diese Wetter- bzw. Windlage recht stark und boeig. Also warten wir immer noch verzweifelt auf den Levante (Ostwind) um das erste Mal in diesem Jahr zum Leuchtturm zu fliegen.

Die letzten beiden Tage spielten wir mit den Schirmen vor dem Café de Paris am Strand. Es war eigentlich einige Stunden ganz lustig, und Olek, Toni und ich fanden immer neue Dummheiten, die man dabei anstellen konnte. Wie unberechenbar der Poniente ist bekam ich gestern nach ca. einer Stunde rum turnen zu spueren, als aus dem Nichts der Wind ploetzlich auffrischte und mich mit ca. 45 km/h ueber den Srand blies. Nicht, dass ich etwas gegen ein paar Purzelbaeume im Sand haette, aber als ich dann mit einem Bein im Wasser stand und mich Alina mit einem Hechtsprung unter sich begrub kamen mir ernste Zweifel bezueglich dieses speziellen Groundhandlings (Sinn der Uebung???). Auf jeden Fall wurde ich gerettet (danke Alina!) und musste nicht von Africa zurueck schwimmen.



Die Aussichten fuer morgen sind besser und ich hoffe, wieder mehr ueber unsere Flugerlebnisse berichten zu koennen.

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