Montag, 25. Februar 2008

Schwedischer Gleitschirmangriff in Spanien

Ich bin immer noch dabei, meine alte Kamera mit dem Foehn zu trocknen. Nach der Dusche gestern morgen mag sie nicht mehr, wie ihr sicher schon auf meiner Startseite gesehen habt.
Am Nachmittag war Wind und Wetter perfekt zum Gleitschirm fliegen und wir konnten bei Windgeschwindigkeiten unter 30 km/h zeigen, was wir gestern am Strand gelernt haben.


Toni wartet bis ich von meinem Kontrollflug zurueck komme...

...und ist kurz darauf auch in der Luft
Kaum waren wir 20 Minuten geflogen tauchten auch schon eine schwedische Gruppe auf auf, die auch zwei bis drei mal pro Jahr zum Aufwaermen nach Spanien kommt.
Schweden am Startplatz
Einer wollte mich kurz darauf naeher kennen lernen. Ich glaube, er sucht die Nachbarin, die letzten Sommer immer oben ohne auf der Terasse lag.
Toni beim Ohren anlegen ueber dem Landeplatz an der Kapelle
Ewald hatte heute frei und ausnahmsweise auch gutes Flugwetter
Joachim hing bei seinem ersten Flug in Santa Pola an meinem Stabilo
Als es dann nach zwei Stunden zu troepfeln anfing flog auch er zum Hoehe abbauen Richtung Meer.
Heute steht wieder die warme spanische Sonne am Himmel und dreht hoffentlich bald den Wind auf ost!

Sonntag, 24. Februar 2008

Groundhandling am Mittelmeer

Seltsames Klopfen riss mich in der Fruehe aus meinen Traeumen. Mit einem Satz sprang ich aus dem Bett, um zuerst meine Webcam und danach den Hasen meiner Tochter vor dem sicheren Ertrinken zu retten,- ES REGNET !
Zeit, um zu berichten, was wir gestern gelernt haben:
Ideale Bedingungen, um mit Joachim am Strand ein bischen die Gleitschirme zu lueften, dachte ich mir, als ich gestern die Windanzeige sah. Fuer den ersten Tag genau das Richtige! Und so uebten wir gemeinsam das Rueckwaertsstarten, Joachim mal mit gekreutzten, mal mit parallelen Armen und ich mit der Mike- Kueng- Methode.





Joachim am Mittelmeer



Joachim und die Cobra

Das hat super geklappt und Joachim hat festgestellt, wieviel Gefuehl er schon fuer seinen Gleitschirm hat.
Spaeter tauchte Eggi auf, der sich die guten Groundhandling- Bedingungen nicht entgehen liess.


Eggi hat die Kiste gut im Griff


Eggi beim Ausruhen

Schon vorgestern am Startplatz hab ich mir so gedacht, dass Eggi es schon wirklich gut drauf hat, Rueckwaertsstart, Ohren anlegen, Toplanding. Ich glaub, das wird ein wirklich Guter.

Die Vorhersage fuer den Nachmittag macht mir grosse Hoffnung auf Soaring an der Hauskante.

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Samstag, 23. Februar 2008

Gestern in Santa Pola

Der Wind war gestern gar nicht so stark, wie vorher gesagt, aber leider am Vormittag noch zu noerdlich. Ich bin also gleich einmal vor der Nordwand und dann nach einem kurzen, aber unruhigen Flug auf dem Heimweg ein zweites mal abgesoffen.


Am Nachmittag zog bei staerkerem Wind ein einsamer Spanier an meinem Haus Richtung Startplatz vorbei und war zu meiner Ueberraschung fuenf Minuten spaeter auch in der Luft. Also packte ich meine Gleitschirmausruestung und zog los. Am Startplatz stand schon Eggi, der am Freitagnachmittag ein bischen fliegen wollte. Der Wind hatte die letzten Minuten spuerbar nach gelassen, also wurde aus dem geplanten Groundhandling doch noch ein Flugtag.



Eggi am Faro




Eggi und Pascal mit seinem Airwave Sport



Kike war auch wieder da.



Ewald musste arbeiten. So ein Mist! Bei den Bedingungen!




Ich war mit dem Sommerschirm unterwegs.




Wir flogen bis zum Sonnenuntergang. Letztes Bild auf der Webcam um 19.07 Uhr :

Groundhandling im Dunkeln.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Gleitschirmfliegen bei Herbststimmung

Fuer den gestrigen Mittwoch hatte die Windiberia- Vorhersage Westwind gemeldet. Um so ueberraschter war ich, als um 15 Uhr der Alexwindsack ploetzlich auf ost stand. Kaum hatte ich meine Hanwag an klingelte auch schon Carmen, und fuenf Minuetn spaeter standen wir mit den Schirmen ueber den Koepfen am Start.


Aire muy denso- ganz schoen zaeh




Carmens weisser Schirm leuchtet


meine beiden Landsmaenner kamen auch bald


schoener Flugtag mit ganz guten Hoehen




Am Abend begann der grosse Run zurueck zum Startplatz. Cris hat es geschafft, die anderen acht quetschten sich in meinen Bus fuer den Rueckweg.

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Mittwoch, 20. Februar 2008

Parascratching in Santa Pola

Fuer gestern hatte ich mir eigentlich wenig Hoffnungen gemacht, in die Luft zu kommen. Als die ersten Gleitschirme starteten, um kurz darauf am Boden zu stehen machte ich mich auf den Weg zum Startplatz um hallo zu sagen. Die leicht labile Luft am Mittag war feucht, der Himmel bedeckt und der Wind kam OSO (= ostsuedost, nicht oestesuroeste, was WSW entspricht!!!), weswegen es fuer die meisten Piloten am ersten Felskopf schon in steilem Winkel nach unten ging.

"Lange nicht mehr hoch gegangen!" Mein ueblicher Gedanke bei solchen Flugbedingungen draengte sich auf. Eigentlich haette ich bei solchen Temperaturen nichts gegen einen Spaziergang.

Nach etwas Smalltalk, waehrend ich meinen Winterschirm hin warf, hatte ich gerade genug Wind um die Kiste auf zu ziehen und zu sehen, dass die Leinen stimmten. Den naechsten Windhauch nutzte ich und startete im mitten verblueffter Gesichter. Auf meinem Flug zum Faro kratzte ich staendig an der Wand entlang und versuchte, den Schirm moeglichst ganz ruhig zu halten. Nur keine Wellen machen! Am Faro kam ich deutlich unterhalb der Felskante an.
Mehr als eine Viertelstunde kaempfte ich mit dem Absaufen bis ich etwas Hoehe machen konnte und den Heimflug an trat. Gluecklich landete ich ca. 15 m unterhalb des Startplatzes ein.
Drei Stunden spaeter legte der Wind noch mal zu und Carmen, Alex und ich hatten keine Muehe, die ganze Kante entlang zu soaren.
C&A
Alex vor dem Faro
Carmen fliegt durch meine Steuerschlaufe
Atomphil im Visier

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Dienstag, 19. Februar 2008

Gleitschirm- Flugwetter- Statistik fuer Alicante, Spanien

Die Lieblingsfrage meiner Kunden, die zum Paragliding nach Spanien kommen lautet "wie viele Tage kann man denn da Gleitschirm fliegen? ", oder "wann ist denn der beste Monat zum Paragleiten?", "wie sicher ist es denn, dass ich da in die Luft komme?".

Diese Statistik der letzten sechs Jahre kann auch keine richtige Antwort auf solcherlei Fragen geben. Wie die Wetter- und Windvorhersagen ist auch eine Auswertung von Wetterdaten nur bedingt geeignet um Rueckschluesse auf die zukuenftigen Wetterbedingungen zu geben. Beim Gleitschirmwetter ist die Vorhersage noch schwieriger. Also liegt das Ergebnis zwischen "am 21.Juni 2008 ist gutes Flugwetter" und "im Sommer ist es waermer".

Wie ist die Gleitschirm- Flugwetter- Statistik entstanden?
Die Daten stammen von Rubens Wetterstation, welche sich gegenueber in der Urbanisation El Faro oberhalb unserer Soaringkante befindet.
Ich bin davon aus gegangen, dass die Windgeschwindigkeit um ca. 7 bis 8 km/h niedriger angezeigt wird, als sie wirklich ist (s. Sturm im Paradies), also habe ich als fliegbare Tage (Flugtage) nur die Tage genommer, an denen die Windgeschwindigkeit im Mittel unter 16 km/h betrug und kein Niederschlag fiel.
Wenn der Wind an diesen Flugtagen zwischen Nordost und Ostsuedost blies konnte man bei uns (Santa Pola) fliegen.





Auf der einen Seite muss es natuerlich nicht unbedingt sein, dass an Tagen an denen die Windgeschwindigkeit hier weniger als 24 km/h betraegt auch (z.B. bei Westwind) an Weststartplaetzen, die ja teils 70 km entfernt sind Gleitschirm geflogen werden konnte. Auf der anderen Seite kann aber auch ein Suedwindtag durchaus zwei bis drei Ostwindstunden haben, an denen sich hier gut soaren laesst. Im April 2007 habe ich einmal gezaehlt, wie oft ich hier im Fluggelaende Santa Pola geflogen bin und kam auf 21 Tage. Im Diagramm oben liest man fuer den April 8,5 Tage.

Zu guter Letzt noch eine Bemerkung zu den "fliegbaren Tagen". Eigentlich ist jeder Tag fliegbar, und ich hoere nicht selten, dass der oder der an Tagen geflogen ist, an denen ich in der Sonne gesessen oder am Strand gelegen bin. Warum sollte das hier anders sein, als im Alpenraum, wo man Piloten trifft, die auch bei Foehn oder Gewitter schon "klasse Fluege" hatten?

Eigentlich braucht sich jeder nur zu ueberlegen, warum er fliegt und dann auf der Basis der Gegebenheiten (Bedingungen, Koennen, Ausruestung) zu entscheiden, ob ihm der zu erwartende Flug das bringen kann.

Quellen:
Instituto Nacional de Meteorología
Wetterseite von Ruben

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Sonntag, 17. Februar 2008

Gleitschirm-Video mit Mike Kueng

Was macht man an einem lauen Sonntagabend, wenn nichts in der Glotze kommt? Man sucht Youtube nach Videos mit Gleitschirmen durch.
Ich habe da eins ueber Mad Mike gefunden. Am Anfang hab ich noch gedacht, "...langweilige Travolta- Imitation mit schraeger Musik", aber dann hat es mich schon zum Staunen gebracht.

Suche alten Baum und Minibus fuer unseren Startplatz!




... der ist nicht nur auf dem Baum gut:



Das Stubai-Cup-Video hab ich bei Klaus gefunden.

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Mittwoch, 13. Februar 2008

Sturm im Paradies

Ihr seht: ein Tag, an dem mir nix gscheites einfaellt.

Die letzten Fetzen des Windfaehnchens vom Startplatz fliegen an meiner Terasse vorbei. Die Windanzeige meines Nachbarn Ruben drueben in El Faro steht auf 39 km/h. Gestern hat es "endlich" ( O-Ton meiner Gattin) mal wieder geregnet. Gott-sei-dank habe ich meinen Gastpiloten fuer diese Woche nahe gelegt, zu verschieben, was auch dankend an genommen wurde. Sonst musste ich sie jetzt mit Udo Lindenberg beschallen und mit Whiskey con un poco de Coca-Cola betaeuben, und die vier stunden ueberbruecken, bis die Bodega oeffnet.

Letzter Flug am 11.02.08

Mit Rueckenwind am Fels vor El Faro vorbei geschossen...




... auf die Nordwand zu gestochen...





... und am Faro fast auf der Stelle stehend ab gesoffen.


Auf dem Rueckweg hab ich dann mal wieder gemerkt, wie lange es dauert, bis die Kiste sich beim Beschleunigereinsatz beruhigt und wirklich Fahrt auf nimmt.
Nach der Landung hab ich einem Drachen das Feld ueberlassen.



So sah die Windkurve von Rubens Wetterstation aus


windiberia und windGURU meldeten fuer 13 Uhr 10 knoten (mal 2 minus 10%= km/h).
Das Meer so glatt, wie der Hinterreifen meiner GSXR.
Meine Messung mit dem Windmaster2 am Startplatz : Durchschnitt 26 km/h, Spitze 32 km/h.
?
...und fuer morgen, alles offen?

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DHV sucht neues Betaetigungsfeld

Im Artikel mit der Ueberschrift:

"Kaum zu glauben aber wahr..." fand ich folgenden Hinweis:

..."Zwölf Jahre lang ist in Sachen Vereinheitlichung nichts passiert, jedes Bundesland hat eigene Grenzwerte. Und vor allem werden in Bayern noch heute Cannabis-Konsumenten wie Schwerverbrecher behandelt. So gehen beim DHV immer wieder "Hilferufe" von Menschen ein, die wegen "geringster Vergehen" vor Gericht landen, die meisten eben wie gehabt in Bayern."...
more...

Samstag, 9. Februar 2008

Gestern am Hausberg

Vor dem starken NO- Wind , der ab ca 17 Uhr unsere Mittelmeerkueste erreichte hatten wir am Hang anspruchsvolle Bedingungen. Ich hatte mir fuer heute fest vor genommen, geduldig zu warten, bis der Aufwind ausreichend ist, um sich an der Kante mit dem Schirm zu halten. Das Hochlaufen der letzten Tage steckte mir noch in den Knochen. Also spielten Tom, Gerhard und ich zuerst etwas am Startplarz mit unseren Gleitsegeln herum.
Gerhard, der mit dem Schirm tanzt
Die Abloesungen wurden schnell staerker und wir wagten den ersten Flug zur Nordwand. Dort kann man bei dem NO- Wind gut Hoehe tanken, normalerweise. Nach ein paar Minuten zeigte sich, dass der Aufwind sehr launisch, weil thermisch durch setzt war. Es waren gute Momente, die einem muehelos Hoehe verschafften, aber auch Pausen, in denen man hart um das oben bleiben kaempfen musste. Gerhard hatte es leider nicht geschafft und war unten gelandet. Wie komme ich jetzt wieder zum Auto um ihn ab zu holen? Meine beiden Versuche, zur Kante vor der Urbanisation El Faro zu springen endeten beinahe am Boden. Nach ca. zehn Minuten traf ich die Entscheidung gerade Richtung Startplatz zu fliegen so weit ich komme und den Rest hoch zu laufen. Ich bombte einigermassen unterhalb der Kante ein und war gerade dabei meinen Paragleiter aus den Dornen zu pfluecken, als es ueber Funk floetete : "Max du brauchst nicht zu kommen, ich gehe zu Fuss hoch." Mit jedem Schritt nach oben wuchs meine Begeisterung!
Tom versucht die engen Thermikbaerte aus zu kurbeln
Der Vollstaendigkeit halber muss ich gestehen, dass ich danach nochmal abgesoffen bin. Vielleicht muss ich waehrend der Fastenzeit jetzt jeden Tag zwei mal rauf gehen?
Schliesslich wurde es doch noch ganz nett und einfach, sich in der Luft zu halten und es gesellten sich noch zwei Norweger zu uns, die auch versuchten, die kleinen Thermikblasen zu finden. Auch gute Fussgaenger, wie sich zeigte.
Norweger mit Rush
Tom landete mehrmals am Startplatz ein
Kurz bevor es stuermisch wurde liess der Aufwind deutlich nach. Leider startete Egge genau in diesem Moment.
Egge beim Aufziehen
Der Einzige, der es schaffte, sich zum Startplatz hoch zu kaempfen war ein Spanier mit einem Apco Salsa- Respekt!
Salsa

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Freitag, 8. Februar 2008

Gleitschirmurlaub am Mittelmeer

Auch gestern konnte ich es mal wieder nicht erwarten, meinen Sommerschirm (Paratech P44) in die Luft zu bringen. Klar, dass die Ungeduld mit ein mal Hochlaufen bezahlt werden musste! Die Landung im Hang war butterweich, aber an einem unguenstigen Ort, weil zwischen meiner Position und dem Weg zum Muldenstartplatz eine Schlucht lag, die ich umgehen musste. Waehrend ich schweisstriefend die letzten Meter hoch hastete kreiste Raul mit seinem Zoom schon hoch ueber mir. Kein Problem, bei dem nun kraeftigen Wind zum Startplatz zurueck zu fliegen, wo Gerhard und Tom sich gerade fertig machten.
Fuenf Minuten spaeter waren wir alle in der Luft.

Gerhard mit dem Bright ueber meinem Sommerschirm
Tom ueber dem Landeplatz an der Kapelle
Bis ca. 15 Uhr waren wir nur fuenf Piloten am Hang- perfekte Bedingungen um Toplandung zu ueben und ungestoert vor dem Startplatz zu turnen.
Tom beim Start
Perfekte Abflughaltung
Gerhard vor dem tiefblauen Mittelmeer
Als dann Alex und Carmen um 15 Uhr das Hangfliegerteam verstaerkten wurde der Wind schwaecher. Nach zwei Telefonaten und der damit verbundenen Unaufmerksamkeit stand ich wieder am Boden. Vielleicht versuch ich es mal mit einer Freisprechanlage? Jedenfalls: wieder hoch tappen! Nach dem Maso-Motto: "Fliegst du noch, oder laeufst du schon?"
Alex biss sich an der Nordwand fest bis ich oben war. Teils, bei den Versuchen Richtung Startplatz an den naechsten Fels zu springen schon fast am Boden kaempfte er sich doch wieder zur Kante hoch und landete schliesslich oben um mit mir gemeinsam auf das Mittelmeer zu schauen und auf bessere Wind zu warten.
Alex kaempft vor der Nordwand
Nach einer guten halben Stunde kam dann ein Hauch von Ostwind auf, den wir nutzten um zum Startplatz zurueck zu fliegen...
...wo auch Vince (vorne rechts) und Eggi (dahinter) schon warteten
Leider waren sie so spaet dran, dass nur noch ein Abgleiter drin war waehrend sie Carmen bewundern durften, die sich lange noch halten konnte.
Carmen mit dem Axis- die weisse Moewe vor dem Mittelmeer

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