Montag, 29. Juni 2009

Der Fun-Cup rueckt naeher!

Wow! Heute morgen habe ich das erste Mal ein bisschen Paragliding-Wettkampfluft geschnuppert. Nachdem ich mich gestern unter der DHV-XC-Seite registriert und die kostenlose Max-Punkte-Software downgeloadet habe bin ich gleich in der Frueh zu Omar in den Laden gerannt und habe mir sein GPS, ein aelteres Garmin Summit geliehen. Dummerweise hat er sein PC-Kabel seit laengerem verschmissen. Na super, was mach ich jetzt? Egal, zuerst mal fliegen!



Auf dem Weg zum Start kam mir Alex schon entgegen. Es war ein gemuehtlicher Flug bis zum Turm in Santa Pola del Este. Alex machte beim Faro seine Sperenzchen und ich ueberwachte die Punkte auf der GPS- Anzeige.



Alex beim SAT- straeflich tief!!!



Santa Pola Ost


Nach einer guten Stunde beendete ich meinen GPS- Testflug.

Nun fing die Arbeit an. Wie bringe ich die Daten in den PC? Ich hab ein bisschen rumgegoogelt und ein paar tolle Seiten gefunden:


Linksammlung fuer GPS da findet man eigentlich alles.


Fuer meinen Zweck fand ich dann Spitzenbilder ueber die Belegung der Stecker unter folgendem Link.


Den R232- Stecker fuer den COM- Anschluss findet man ja an jeder alten Maus, aber der Garmin- stecker auf der anderen Seite benoetigte etwas Bastelarbeit.
Material: ein altes Stueck Plastik, drei Stueck Kabel und jede Menge Heisskleber.


Auf jeden Fall hat''s funktioniert und mein erster DHV-XC- Flug steht drin unter Testflug.
Das hat mir fast 20 XC- Punkte eingebracht.
Uebermorgen geht's los!

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Samstag, 27. Juni 2009

DHV Fun Cup

Die Einserklasse unter den Gleitschirmen hat sich mittlerweile gemausert. Nicht nur beim Soaren findet man den ein oder anderen Fliegerkollegen, der sich mit seinem Einsteigergeraet gegenueber den heissen Kisten behauptet, auch beim Thermikkreisen sind die gutmuetigen Paraglider immer haeufiger oben anzutreffen. Die grossen Leistungsunterschiede am Hang sind Vergangenheit, und nicht selten tauscht der ueberzeugte Performancepilot der letzten Saison seine Kiste gegen einen Einser ein. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • leichter Wiedereinstieg nach Flugpause
  • weniger Stress fuer Wenigflieger
  • mehr Spass auch bei unruhigen Bedingungen
  • verzeiht mehr Fehler (z.B. beim Start)
  • guenstigerer Neupreis
  • wesentlich weniger Wertverlust

Zudem macht es natuerlich wesentlich mehr Spass die anderen Piloten mit einem Einsergeraet auszukurbeln ;-))

Nun hat der DHV auf die Anregung der staendig anwachsenden Gemeinde der Einserpiloten reagiert und fuer sie einen eigenen Wettbewerb in Leben gerufen, den

DHV FUN CUP- einen Paragliding- Wettkampf nur fuer Schirme mit LTF-1-Klassifizierung.

Es gibt 2 Wertungsklassen in denen der Pilot nach Anmeldung beim DHV-XC teilnehmen kann:

1. Airtime: Es wird die gesamte Zeit gezaehlt, die der Pilot waerend der Wettbewerbsdauer in der Luft war. Alle Fluege werden gewertet. B- Schein ist nicht erforderlich!

2. XC-Distance: Es werden wie bei der Deutschen Streckenflugmeisterschaft Punkte gezaehlt. Die drei besten Fluege werden gewertet.

Wettbewerbsdauer ist dieses Jahr vom 1.Juli 09 bis 15.September 09.

Zur Teilnahme benoetigt man ein GPS-Geraet mit dem die Fluege mittels kostenloser Software zur DHV-XC-Seite hoch geladen werden.

Guenstige Geraete gibt es z.B. von Garmin:

Garmin eTrex H fuer 80 Euro

Garmin eTrex ventuere HC fuer 140 Euro

Da muss ich doch mal schauen, dass ich bis naechste Woche alles zusammen habe!

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Montag, 22. Juni 2009

Absinkinversion nervt

Seit unserem Behinderten- Paragliding- Tandemflugtag am letzten Wochenende haben wir jeden Tag mit den Auswirkungen der bodennahen Inversion zu kaempfen. Am Startplatz sieht alles ideal aus, der Ostwind pfeifft mit 25 km/h, ab und zu mal ne staerkere Abloesung, doch nach dem Start beutelt es einen in der Luft herum und nach ein paar Minuten steht man am Meer unten, wo es fast windstill ist und schwitzt wie ein Brot.
Vor ein paar Tagen bin ich bei schwachem Nordost gestartet und habe mich zur Nordwand gehangelt, wo es auch hoch ging (wenn auch sehr unruhig). Ploetzlich nickt die Kappe leicht nach hinten und das Steigen wird kraeftiger-uff! Zehn Sekunden spaeter fliege ich rueckwaerts. Das ist mir hier schon lange nicht mehr passiert! Normalerweise sieht man ja am Meer gut, wie stark der Wind ist (oder bald wird).


Schaumkronen = Wind ueber 30 km/h


Cellulitis auf dem Wasser = staerkere Boeen


Jetzt ist das Meer aber total glatt und ich fliege trotdem langsam rueckwaerts!!!

Wenigstens ist hier oben der Wind laminar, also trete ich den Beschleuniger bis zum Anschlag und versuche die Kiste still zu halten. Es dauert etwas bis die Nickbewegungen sich beruhigen und der Schirm speedet. Die Windgeraeusche nehmen deutlich zu und ich bin ueberrascht, wie schnell der alte Apco wird. Endlich stoppt die Rueckwaertsfahrt und ich schiebe mich wieder ueber die Kante Richtung Meer. Nachdem ich ein paar Minuten spaeter wieder am Startplatz eingelandet bin faellt mir auf die fragenden Augen der anwesenden Spanier nur ein Wort ein "impressionante!" .

Die naechsten Tage konnte man zwar auch den dunklen Streifen der Inversion am Horizont erkennen, aber der Windgeschwindigkeitsunterschied der beiden Luftschichten war nicht so gross, so dass Peter und ich einigermassen gut fliegen konnten.


Peter mit seinem Gradient Bright3
Auch wenn es am Mittwoch sehr unruhig am Hang war, und wir umeinander gehuepft sind wie die Flummies hat es trotzdem Spass gemacht, und Peter hat sich ueberraschend gut geschlagen.

Jeder zimmert sich bei solchen Erlebnissen natuerlich seine eigenen Erklaerungen zusammen. Ich habe etwas rum gesucht. Wonach sucht man, wenn man Infos ueber die Luft-, Wind- und Wettersituation braucht? In den Temps! Die Temps sind das Gebetbuch des Fliegens.
Gute Erklaerung dazu findet man hier.
Das Temp von deinem Gelaende findest du nach Eingabe der Koordinaten bei NOAA-Air-Resources.
Kurz: Die durch das Absinken der Luftmassen im alten Hoch entstandene Inversion trennt die untere schwachwindige Luft und die obere Starkwindluftschicht.

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Montag, 15. Juni 2009

Paragliding-Tandem- Flugtag fuer Behinderte in Santa Pola


“JORNADA PARAPENTE Y CONVIVENCIA”


Nick von Doyouwanna, Carmen und Alex haben zusammen mit der Organisation adaptamosgroup am 13./14. Juni ein Flugwochenende organisiert, an dem Behinderte kostenlos Tandem fliegen konnten. Auch ich hatte neben Bartual, Omar, Raul und anderen Biplace-Piloten meine Hilfe zugesagt.



So standen wir am Samstagmorgen freudig zusammen mit vielen Helfern (Conrado, Jose-Bombero, Chris, Antonio, Antolino, Toño-Taller, Toni-mas7, Rafa,Manolo und viele andere), die schon am Vorabend den Startplatz gereinigt hatten mit unseren Tandemschirmen bereit, die erste Gruppe, von rund 45 Passagieren mit geistiger oder koerperlicher Behinderung in die Luft zu bringen. Einzig der Wind wollte uns einen Strich durch die Rechnung machen. Eine ausgepraegte Inversion teilte die Luftmassen unter Startplatzhoehe in einen winstillen unteren und einen perfekt angestroemten oberen Teil. Bei meinem Probeflug habe ich mich zum Aufwaermen dann gleich versenkt. Desswegen ueberliess ich nach dem Hochlaufen den uebrigen Tandempiloten den Vortritt. Wie erwartet hatten die ersten beiden recht unruhige Bedingungen mit teils boesem Sinken und erreichten den Landeplatz nur mit Muehe. Nein, das waren nicht meine Vorstellungen von einem Tandemflug , und so liess ich meine erste Mitfliegerin wieder das Gurtzeug aus ziehen und raeumte meinen Tandemschirm zusammen. Erst gegen 15 Uhr hatte sich die Sperrschicht soweit aufgeloest, dass ich mich mit mit meinen Passagieren in die Luft wagte. Der zweite Mitflieger ist mir halb gestorben vor Angst und ich musste mein bestes Spanisch hervor kramen um ihn zu beruhigen. Nach der Landung waren alle total begeistert- teils von dem tolle Erlebnis, aber oft auch von der eigenen Tollkuehnheit.
Fuer beide Seiten eine neue Erfahrung- ich glaube, ich habe den Sinn dieser Veranstaltung begriffen!

Abends wurde es dann richtig gut in der Luft und sofort waren nicht nur ein paar Tandems am Hang, sondern der Himmel war voller bunter Gleitschirme. Endlich auch mal Zeit, dass die Betreuer der Behinderten einen Flug im Tandemschirm erleben konten. Rafael, ein Lehrer und Mitarbeiter von Adaptamosgroup hatte viel Spass ueber dem Faro.





Rafael


Er konnte alleine fliegen- ein fliegender Rollifahrer, den ich schon ein paar Mal hier bewundert habe.


der Hang voller bunter Gleitschirme



auch Nemo mit seinem P43 hatte beste Flugbedingungen
bei solch einer Veranstaltung darf die Paella nicht fehlen

Sehr begeistert haben mich die unzaehligen Start-, Lande- und Transport-Helfer, die ich ja sonst nur als Fliegerkollegen kennengelernt habe. Wenn ich einen Pokal fuer den besten Helfer zu vergeben haette wuerde ich ihn Rafa geben, der beim Einhaengen der Passagiere gezeigt hat, dass er so gut mit Menschen umgehen kann, wie er fliegt.

cartel_jornadas.pdf

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Freitag, 12. Juni 2009

Gastpiloten in Spanien

Ich habe gestern mal endlich den Speicher meiner Kamera geleert. Da waren ja noch tolle Fotos drauf!


Fritz (vorne mit P25) und Tom am Hang
Blick nach Sueden


meine beiden Schweden Anna-Carin und Jonas



Anna- Carin
Jonas vor Alicante
Zum Thema "geeignetes Schuhwerk":
Pilot aus dem deutschen Alpenraum
Model Hanwag Light
"... natuerlich wieder die Deutschen" musste ich mir leider anhoeren, als eine Gruppe von Piloten aus dem Voralpenland ohne Helm, mit obigem Schuhwerk und einer Bierdose am Gurtzeug am Startplatz auftauchte.
Ich will hier keine Diskussion ueber Unfaelle im Gleitschirmurlaub anfangen. Ich bin noch nicht mal der Meinung, dass jeder unbedingt einen Guide zum Paragleiten in unbekannten Gelaende benoetigt, aber sehr oft faellt mir auf, dass die meisten Urlaubsunfaelle beim Gleitschirmfliegen alleine dadurch haetten verhindert werden koennen, dass die Piloten die gleichen Vorkehrungen treffen, die sie bei sich zu Hause auch treffen.
Warum muss der brave DHV- Pilot im Ausland die Sau raus lassen?
Dazu passend: drei Tage spaeter hat ein Pilot der gleichen Bauchtanztruppe nach einem missglueckten FLUGMANOEVER seine Rettung geworfen. Ob das Rettungsgeraet kurz vor oder erst nach dem Aufschlag geoeffnet hat konnte mir niemand genau sagen. Dem Pilot ist, wie durch ein Wunder, nichts Groeberes passiert.
-------------Das ist eine Leerzeile, die zum Nachdenken anregen soll!-------------
10.06.09 in El Palomaret
Vorgestern waren Toni und ich in Palo. Wir waren fast zwei Stunden in der Luft, und es waren unbeschreiblich gute Bedingungen mit feinster Rentnerthermik. Ich bin mal wieder meinen alten Paratech P44 geflogen und wurde erinnert, wie superflach die Kiste dreht.
Toni- im Hintergrund der El Cid

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Donnerstag, 4. Juni 2009

Memmingen- Alicante- Memmingen fuer 10 Euro

Fuer Schnellentschlossene Gleitschirmpiloten (und auch Nichtflieger) bietet RyanAir bis heute Nacht um 24 Uhr Fluege von Memmingen nach Alicante und zurueck im Juli fuer 10 Euro inkl. Steuern und Gebuehren an. Soviel kostet die Fahrt mit der Bergbahn in Koessen zum Startplatz!

Der Hinflug FMM- ALC ist jeweils am Di und Do um 9.30 Uhr (Ankunft ALC 12 Uhr, d.h. ihr steht um 12.30 am Startplatz).
Der Rueckflug am Di, Do und Sa geht um 6.35 Uhr (Ankunft FMM um 9.05 Uhr).
Das Ganze mit 10 kg Handgepaeck oder fuer 30 Euro/Flug mit Sportgepaeck.

Zwei Tage Paragliding, Sonne, Strand und Pool inkl. Uebernachtung und Leihgebuehr fuer 170 Euro (Nichtflieger 70 Euro)!

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