Mittwoch, 28. Oktober 2009

Drei Tage Hangsoaring + Gratisfluege von Ryan

Die letzten drei Tage war Ostwind und so hatten wir viel Spass ueber der Kante mit unseren Paraglidern. Eigentlich haette ich ja bis Donnerstag frei und wollte meinen Gleitschirmshop etwas aufraeumen, aber dann stand ploetzlich die wilde Truppe vom Neuffen vor meiner Tuer.


Die vier Stuttgarter vor dem Leuchtturm




Basti mit dem Advance Sigma7


Claudia hat es mit ihrem Alpha3 auch zum Faro geschafft


Heinrich mit seinem Icaro Maverick immer oben dabei


Heiko mit dem Gradient Golden


Alex hat sich auch noch zu einem Abendflug blicken lassen.



Vorgestern waren Sebastian und Sabrina von Valencia zu uns gefahren und Sebi hat gleich Claudia mit dem Tandemschirm die Kante gezeigt. Danach hat er mit meinem Paratech Bi4 eindrucksvoll demonstriert, dass man mit etwas Schirmgefuehl den Doppelsitzer auch solo fliegen kann.


Sabrina habe ich im Schlepptau mit zum Faro gelotst. Sie hat sich meinen kleinen UP Makalu geliehen


Claudia auf dem Weg zum Landeplatz.

Bis zum 29.10.09 kann man unter Ryan-Fluege gratis Fluege zwischen dem 24.11. und 17.12.09 nach Alicante buchen (kosten zwischen 0,01 Euro und 0,05 Euro+ evtl. anfallenden Kartengebuehren). Momentan gibt es noch Direktfluege von Frankfurt/Hahn, Karlsruhe und Memmingen. Das Ganze mit 10 kg Handgepaeck. Die Ausruestung koennt ihr bei mir leihen.
...oder wollt ihr den neuen Paratech P45 probefliegen?

3 Tage Probefliegen in Santa Pola bei Alicante, Spanien



inkl. Flugbetreuung durch DHV- Fluglehrer,


inkl. Uebernachtung, Flughafentransfer (Alicante),


inkl. Busshuttle Landeplatz-Startplatz,


inkl. Leihausruestung (Testschirm, Gurtzeug+ Rettungsschirm)


++++ fuer nur 280 Euro (wird bei Schirmkauf erstattet!)

Paragliding-Spanien-Belegungsplan

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Sonntag, 25. Oktober 2009

Video- Paraglider vs. Saenger

Mit dem Paraglider zum Schweigen gebracht!
Der Gleitschirmflieger fliegt so gut wie der Saenger singt.

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Dienstag, 20. Oktober 2009

Sturm! Gleitschirmpiloten rueckwaerts ins Lee geblasen

Vorgestern war ein seltsamer Tag, der einigen Paraglider-Piloten sicherlich lange im Gedaechtnis bleiben wird. Angefangen hat alles mit dem ueblichen Blick am Morgen in die Windvorhersagen des Windfinders, Windgurus und Windiberia. Die Vorhersage, die sich in den letzten 15 Stunden nicht so recht zwischen Regen und  Starkwind entscheiden konnte zeigte ploetzlich guten, anfangs schwachen Ostwind. Am Nachmittag sprang die Windstaerkenvorhersage auf 14 Knoten. Ich muss an dieser Stelle immer wieder erklaeren, dass 14 Knoten hier nicht 14 Knoten sind. Umgerechnet sind es, wie jeder weiss ;-) ca. 25km/h (mal 2 minus 10%), aber hier an der Kueste denke ich bei 14 Knoten an ca. 45 km/h. Wir fliegen bei maximal 9-10 Knoten. Beim Briefing vor dem Fliegen war also klar, dass das Meer staendig im Auge behalten werden musste um bei den ersten Schaumkroenchen direkt zum Landen zu steuern. Der ONO- Wind war am Vormittag so schwach, dass ich es bei meinem Testflug erst nach vier Versuchen schaffte wieder mit meinem P11 am Startplatz zu landen. Der Platz war bedeckt mit Paragleitern, aber scheinbar hatte keiner Lust zum Starten. Einige Locals befragten mich zu dem Wetterbedingungen und- aussichten, unter anderem auch ein Tandempilot, und wir waren uns einig, dass am Nachmittag der Wind auffrischen wird.
Kurz darauf starteten die ersten Piloten, und nachdem der Wind endlich zunahm und man sich mit seinem Paraglider leicht oben halten konnte war der Hang bald voller Schirme.





 Nach ca. 3 Stunden froehlichem Hangsoaren bei zwischendurch schwaechelnden Windverhaeltnissen bemerkte ich am oestlichen Horizont erste helle Bereiche im Wasser, die von Schaumkronen herruehren mussten. Sofort verstaendigten wir uns am Startplatz, dass da was "reinkommt". Trotzdem wurde teils noch gestartet. Ich hatte niemanden mehr in der Luft, aber ich wusste, dass am Leuchtturm noch einige Piloten, unter anderem der lokale Tandempilot flogen. Ich startete um meine Fliegerspezeln auf den herannahenden Starkwind hinzuweisen in dem festen Glauben danach noch genuegend Zeit fuer eine sichere Landung am Startplatz zu haben- mein erster grosser Fehler an diesem Tag!
Normalerweise schieben sich solche Starkwindsysteme aus Nordosten auf die Kueste zu und es dauert einige Zeit, bis der Wind das Ufer erreicht. Selbst bei den ersten Schaumkronen kann man meist noch oben landen, selten ist es so stark, dass man eine Landung am Meer vorziehen muss.
Auf meinem Hinflug zum Faro hatte ich noch Zeit fuer ein Foto (dachte ich).



Deutlich konnte ich die Streifen auf der Wasseroberflaeche erkennen.

Am Faro kam mir Lothar entgegen, dem ich nicht viel erklaeren musste. Er hat die Zeichen gleich erkannt und war schon auf dem Weg zum Landen.
Kurz danach machte ich einen P44-Pilot aufmerksam, bevor ich endlich den Doppelsitzer erreichte. Nachdem er sein Gurtzeug und das Rettungssystem abgesucht hatte verstand er schliesslich doch und sah erschrocken in Richtung Meer. Ich wendete und flog ihm nach um noch den Startplatz vor dem Wind zu erreichen, da kam mir der P44 entgegen. Wild fuchtelnd versuchte ich nochmals auf die Gefahr hinzuweisen, er schien es bemerkt zu haben, aber zu unterschaetzen. Vor der Nordwand ueberholte ich gerade freudig den Tandem als es ploetzlich deutlich nach oben ging. Sofort legte ich die Ohren an und stellte mich gegen den Wind. Das Meer am Ufer war schwarz-violett und dahinter voller dicker Schaumkronen. Der Tandem stig rechts an mir vorbei und verschwand nach hinten. Ich streckt mich und zog die Ohren noch ein Stueck weiter. Die Rollen des Speedsystems waren beidseitig zusammengepresst am Anschlag. So hing ich einige Zeit ueber der Kante und betrachtete unter mir die Pinien, die sich vom Sturm bogen. ich schaetze, es waren ausser mir noch ca. 10 bis 15 Piloten in der Luft, einige kurz vor dem Boden am Meer mit deutlichen Schwierigkeiten. Mittlerweile war mir klar, dass an eine Landung unten nicht zu denken war. Der Wind hatte sicher ueber 50 km/h.
Was tun? Es gibt die Moeglichkeit:
  1. Ohren raus, Vollspeed um schneller zu fliegen und unten zu landen?                                                       - keine Chance, Wind zu stark, unten zwischen den Felsen am Hang ? Ist auch nicht toll!
  2. Rumdrehen, durchs Lee fliegen und hinter dem Lee (gegen den Wind) landen?      - haette ich an einem Berg gemacht und hier auch, waeren nicht hinter mir  Stromleitungen und meilenweit Wald.
                                                                                                                                             



 hoher Berg mit ausgepraegtem Leebereich und steiler Rueckseite





unsere Ebene mit 120m Hoehenunterschied zum Meer


Also entschied ich mich fuer Plan 3- vor dem Wald, aber deutlich hinter der Kante landen. Ich habe die Ohren noch etwas nachgezogen um mehr Sinken, aber auch mehr Widerstand zu erzeugen .
Nie war ich so froh, einen Einser (DHV 1) zu fliegen! Der Paratech P11 klappte deutlich, jedoch ohne Wegdrehen, was hier aeusserst wichtig war und landete danach ca. 5m vor den ersten Baeumen. Nicht auszumalen, was bei einem ploetzlichen Wegdrehen um 180 Grad passiert waere! Da nutzt es mir nichts, wenn die Kiste dafuer schnell wieder offen ist.
Fix raffte ich den Paraglider zusammen, warf mein Gurt und Helm drauf und rannte los, um nach einem Piloten zu sehen, der gerade rueckwaertsfliegend uber meinem Gleitschirm nach hinten verschwunden war. Unterwegs konnte ich ueber Funk den Startplatz verstaendigen, dass ich o.k. war. Ich fand den Piloten, der Mitglied einer anderen Gleitschirmgruppe war ca. 100m im Pinienwald vor seinem Schirm stehen. Ihm war gluecklicherweise auch nichts passiert. Der Tandempilot war, wie sich spaeter herausstellte Plan 2 gefolgt und landeinwaerts geflogen. Leider ist er beim Umdrehen in einen Baum gekracht. Pilot und Passagier kamen mit dem Schrecken davon.
Auf dem Weg zum Startplatz begegnete ich Carmen, Alex und Omar, die sich an der Suchaktion beteiligt hatten. Der P44- Pilot hatte sich vom Strand aus per Telefon gemeldet und gesagt, er waere o.k.. Nachdem somit scheinbar alle Piloten ohne Verletzungen geborgen waren beschlossen wir, in der nahe gelegenen Bar bei einem Kaffee das Erlebte zu diskutieren.
Mein zweiter grosser Fehler an diesem Tag, denn der P44-Pilot war ploetzlich weder auffindbar noch telefonisch erreichbar. Nach einiger Zeit kam der Paratech-Pilot, der nach Absuchen des Uferbereiches endlich von seiner Freundin gefunden war in die Bar. Das Gesicht und beide Arme waren schlimm verkratzt und seine Kleider waren durchnaesst.  Er war am Ufer vor Santa Pola-Ost halb im Wasser gelandet und wurde dann vom Schirm gegen einen Felsen gerissen. Ein Pilot, der vor ihm dort gelandet war hatte nichts Besseres zu tun, als seine Videokamera zu zuecken und zu filmen, anstatt den Schirm am Oeffnen zu hindern. Ich glaub, ich haette ihn sofort ertraenkt!
Das haette schlimmer ausgehen koennen!
Glaube nie, wenn ein Verunfallter per Funk oder Telefon sagt, er waere o.k. ohne es zu kontrollieren!
Er hat in diesem Moment so viel Adrenalin im Koerper, dass er womoeglich seine Verletzungen nicht bemerkt oder weit unterschaetzt. Wenn er ohnmaechtig wird oder nichtmehr erreichbar ist vergeht lebenswichtige Zeit bis man ihn findet.
Gott-sei-Dank ist der Starkwindeinbruch glimpflich abgelaufen. Ich habe soetwas vor ca. 10 Jahren schon einmal hier erlebt. Da sind zwei spanische Fluglehrer ins Landesinnere verblasen worden.
Das naechste Mal bleibe ich unten wenn Schaumkronen zu sehen sind!


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Samstag, 17. Oktober 2009

Video- Elektromotor auf der FreeFlight am Tegelberg

Das ist die Zukunft! Der leise Elektro- Gleitschirmmotor war auch auf der diesjaehrigen FreeFlight, welche am Tegelberg stattfand ein Highlight. Zur Zeit gibt es seitens des DHV Bestrebungen, das Starten mit dem Elektro-Paraglider als neue Startart zuzulassen. Das bedeutet, dass der Elektromotor- Pilot nicht mehr den aufwaendigen Motorschirmschein vom DULV benoetigt, sondern nur seine DHV- Lizenz um eine zusaetzliche Startart (bisher Hangstart oder Windenstart) erweitern lassen muss. Somit wuerden auch der Flugplatzzwang und die Scheinverlaengerung (Flugtauglichkeitsattest)  automatisch wegfallen. Es gibt fuer Drachen mit E-Antrieb schon Antraege:
Im Bericht zur 91. Kommissionssitzung des DHV vom 3.10.09 kann man lesen:
"In einem von Björn Klaassen sehr gut vorbereiteten und von Uli

Schmottermeyer geleiteten Treffen mit den Luftämtern wurde mittels
Flugvorführung für das Vorhaben geworben, den E-Lift als HG
Aufstiegshilfe und nicht als UL einzustufen, da nach dem Aufstieg
reiner HG-Betrieb stattfindet. Die Luftämter stimmten zu, das
Anliegen beim nächsten Bund/Länder-Fachausschuss zu behandeln.
Uli Schmottermeyer: Über den E-Lift als Aufstiegshilfe wird
entschieden im Bund/Länderfachausschuss, in dem sich das BMV
mit den Länderbehörden abstimmt. Einige Landesbehörden haben
sich bereits positiv geäußert."


Momentan gibt es mehrere Systeme, mit und ohne Klapppropeller. Der Knackpunkt scheint die Stromversorgung, bzw. der Akku zu sein. Nachdem sich ja da im Automobielbau kraeftig was tut gibt es sicherlich bald Verbesserungen.
Eine gute Seite mit akuellen Beitraegen findet man hier: der elektro-Schirm

In Zukunft werden wir mit Solarzellen- Gleitschirmen und mit Quirl am Ruecken rumfliegen ;-).

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Dienstag, 13. Oktober 2009

Endlich wieder Paragliding-Fotos!

Vorgestern habe ich das Display meiner Lumix getauscht und kann nun wieder sehen, was ich fotografiere. Ich habe mal ein paar Fotos der letzten Tage hoch geladen.




Benno, Chef vom Zirkus FlicFlac hat seine eigene Methode - Handstandstart!


Das macht ihm so schnell keiner nach.

 


Hier auf dem Weg zum Faro



Benno mit seinem Paratech P11 light neben meinem P45

Ich habe auch noch ein paar "Blindfotos" von letzter Woche




Bine P80 und Werner dahinter mit meinem P44



Alex mit seinem Skywalk Cayenne ueber meinem P11



Sabine alleine am Himmel



Testflug meines Paratech P45, der mich immer mehr begeistert. Ein angenehm ruhiges Gleiten, auffallend wendiger als der P44 und eine exakte Kurvenreaktion machen den 1-2er Fluegel zu meinem Lieblingsgleitschirm wenn es schwierig wird, oben zu bleiben.

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Montag, 5. Oktober 2009

Neue Webadresse

Nachdem mein Webhoster schliesst habe ich eine neue Webadresse eingerichtet.
Ab sofort bin ich unter www.paragliding-spanien.de erreichbar.
Da liegt jede Menge Arbeit vor mir um die Inhalte anzupassen.
Sobald die Flugbedingungen schlechter werden fange ich damit an ;-)!

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