Mittwoch, 27. Januar 2010

Paragliding- Sportgepäck bei Airberlin und Ryanair

Spätestens nach der Schlagzeile „Drachen und Gleitschirm gelten nicht mehr als Sportgepäck!“, die vor ein paar Tagen auf der DHV- Startseite prangte überlegen wohl viele Gleitschirmurlauber wie sie am günstigsten ihre Flugausrüstung im Urlaubsflieger mitnehmen können.
Vor einigen Jahren hatte Airberlin noch Gleitschirmausrüstungen bis 30 Kg kostenlos befördert. Danach stieg die Zusatzgebühr stetig, bis sie im letzten Jahr 25 Euro/einfache Flugstrecke erreichte. Alternativ konnte der paragleitende Fluggast auch eine topbonus Service Card erwerben, die ihm für ein Jahr den kostenlosen Gleitschirmtransport, 10 kg Freigepäck zusaetzlich und einige andere Vergünstigungen sicherte. Diese Karte kostet inzwischen auch 59 Euro jährlich, ist jedoch sinnlos, da der kostenlose Sportgepäcktransport das Gleitschirmequipment nicht mehr beinhaltet.


Bei Airberlin gibt es nun nur noch zwei Möglichkeiten, den Gleitschirm in Urlaub mitzunehmen:


1. als normales Gepäckstück kostenlos, dann darf er mit dem übrigen Reisegepäck zusammen max. 20 Kg wiegen, also insgesamt mit dem Handgepäck 26 kg. Jedes Kilo (Übergepäck) mehr schlägt mit 10 Euro/kg zu Buche (einfacher Flug, Kurz-/Mittelstrecke). Das genügt gerade für eine Leichtausrüstung und ein Badehöschen wenn man die Flugschuhe gleich anzieht


2. man kauft sogenannte Übergepäckpakete bis spätestens 48 Stunden vor Abflug. Diese Pakete kosten pro 5 kg 25 Euro (einfacher Flug, Kurz-/Mittelstrecke). Das bedeutet, für einen Erwachsenenschirm mit Gurt und Rettungsgerät kosten 5 Pakete 125 Euro/Flug. Bei der Budgetplanung für den nächsten Gleitschirmurlaub muss man also zum „normalen Flugticketpreis“ nicht nur diese seltsamen Leistungen wie Kerosinzuschlag, Sicherheits-, Flughafengebühr oder Servicecharge sondern auch satte 250 Euro für Gleitschirmtransport dazurechnen.


Es scheint, als wolle Airberlin seine Drachen- und Gleitschirmkunden nun endgültig der Konkurrenz überlassen.


Etwas billiger, nicht nur wegen der unschlagbaren Ticketpreise geht es mit Ryanair. Auch wenn die irische Fluglinie für Zusatzkosten bekannt ist kann man trotzdem sehr günstig fliegen wenn man ein paar Regeln beachtet.


Zum Flugticket: Die meisten Gebühren sind bei Angebotspreisen inklusive. Diese Angebote sind auf der Buchungsseite speziell ausgewiesen.

Beispiel inkl. Steuern, Gebühren und Onlinebuchung: (Gratis online check-in)

Abflug:
Alghero 10:40

Ankunft:
Memmingen (München West) 12:25

1 x Adult 9,99 EUR

Tarif: 9,99 EUR
Online-Check-In: 0,00 EUR
Steuern / Gebühren: 0,00 EUR
Gesamtpreis: 9,99 EUR

Dieser Flug kostet inkl. 10 kg Handgepäck einfach 9,99 Euro.


Möchte man als einer der Ersten einsteigen, eine Reiseversicherung oder Ähnliches kostet das Aufpreis. Auch das zusätzliches Gepäck gibt es nur gegen Bares.


Das erste Gepäckstück bis 15 kg Gewicht kostet 15 Euro zusaetzlich, das zweite, ebenfalls max. 15 kg, kostet 35 Euro mehr. Will man bloß insgesamt 25 kg mitnehmen kommen also nochmals 15 Euro pro Flug, mit 40 kg noch 50 Euro dazu. Es besteht auch die Möglichkeit 20 kg Sportgepäck für 40 Euro zuzubuchen.


Wichtig für alle Kartenbuchungen mit Ryanair: Die zusätzliche Bearbeitungsgebühr von 5 Euro bei Kartenzahlung ließ sich bisher durch Bezahlen mit Visa Electron umgehen. Seit dem 1.01.2010 ist nur die Zahlung mittels Mastercard Prepaid ohne Aufschlag möglich. Diese gibt es kostenlos unter wirecard. Das Aufbuchen kostet 3%, mindestens jedoch 1 Euro/Buchung.


Der Vergleich der Beförderungskosten für die Gleitschirmausrüstung zwischen Airberlin und Ryanair sieht also folgendermaßen aus:


Bei Airberlin kostet die Mitnahme von insgesamt 41 kg Gepäck 75 Euro (Voranmeldung erforderlich!)


Bei Ryanair betragen die Zusatzgebühren für 40 kg Gepäck 50 Euro bei Onlinebuchung. Jeweils für den einfachen Flug.


Wer mit wenig Gepäck und einer Paragliding- Leichtausrüstung reist zahlt bei Airberlin nichts (26 kg), wobei er bei Ryanair für 25 kg 15 Euro hinlegen muss.


So wie das aussieht muss ich mein Angebot an Gleitschirm-Leihausrüstungen ausbauen, da es in Zukunft neben den Probefliegern auch einige Piloten geben wird, die ihre Ausruestung zumindestens teilweise zu Hause lassen werden.

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Dienstag, 19. Januar 2010

Ostwind ohne betreutes Fliegen

Huiii, welch eine Ueberraschung! Ploetzlich steht der Windsack wieder auf ost. Nachdem wir mit den Gleitschirmpiloten, die zur Flugbetreuung in den letzten Wochen bei uns waren in jedem Fluggelaende der Umgebung recht schoene Fluege machen, aber genau an unserem Hausberg nicht soaren konnten hatten wir gestern ploetzlich wieder mal gute Flugbedingungen hier.
Ausgerechnet auch mal ein Flugtag an dem ich selbst Zeit habe, ohne Funkeinweisung und ohne Guiding den Hang entlang zu soaren. Und dann auch noch genau meine Bedingungen! Man konnte meist nicht so total einfach und entspannt im laminaren Aufwind schlafen, sondern musste sich zwischendurch richtig anstrengen um bei der Nordwindkomponente die nordexponierten Hangflanken auszufliegen. So bin ich dann auch einmal abgesoffen. Erstes Hochlaufen im Jahre 2010! Ich hatte ganz vergessen, dass Paragliding so anstrengend ist!


Benno mit seinem neuen Leichtschirm Paratech P11

Es war wie immer, kaum war ein Pilot in der Luft kam gleich die ganze Gleitschirmgemeinde angeschossen. Alle Fliegerkumpels, wie Alex, Carmen, Manolo, José und Ewald hatten scheinbar diese Flugbedingungen genau so sehnsuechtig erwartet wie ich.


José beim Kaempfen an der Nordwand

Heute ist wieder Westwind. Es ist ja nicht jeden Tag Feiertag!

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Freitag, 15. Januar 2010

Winterfliegen in Orito und Palo

Sonntag, den 10.01.2010 Der letzte Tag unserer Paragleiter-Truppe aus Lungau war eigentlich die ganze Woche lang von den Windvorhersagen als bester Ostwindtag prognostiziert. Nachdem es bis zum Mittag immer noch west war beschlossen wir einen Abstecher nach Orito zu unternehmen. Bevor ich mir im 75 km entfernten Peña Rubia die Beine in den Bauch stehe hoffe ich lieber in Orito, dass der Westwind zum Soaren reicht und kann dann, sobald der Suedwind einsetzt nach El Palomaret rueber fahren.


Micha, Start in Orito unter den Augen vom heiligen Pasquale...



... und gleich in der Luft



Mike gleich hinterher. Im Hintergrund El Palomaret



vom Landeplatz aus

Wir lagen richtig mit unserer Vermutung, dass der Wind dreht und schon bald standen wir im nahegelegenen Palo am Startplatz


Micha mit dem Sigma, immer der Erste



Heimo mit dem Nikita



Ju mit ihrem Epsilon- endlich fliegen!



Stefan mit dem WOC



Franz beim Start



Petra mit dem Advance Alpha- guter Start



Jo mit dem Ozone Rush



Ferry lueftet endlich seinen Firebird



Mike mit dem Mustang



Airwave beim Start



Die lustigen Lungauer-am naechsten Tag grosse Abreise- mein armer Bus!
 Danke und hasta luego!

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Mittwoch, 13. Januar 2010

Ein Testflug und das Alternativprogramm

Letzten Donnerstag war zwar Ostwind, aber er war so stark, dass selbst die verwegenen Piloten aus dem oesterreichischen Lungau nicht fliegen konnten.

dicke Schaumkronen auf dem Meer zeigten deutlich, dass es fuer Paragleiter zu stark ist


schnell die Ohren rein und nix wie runter!



gute Landung am Strand- Glueck gehabt!

Wenn's schon nicht zum Gleitschirmfliegen geht muss ein Alternativprogramm her! Also machten wir uns nach San Fulgencio auf zum Kartfahren.


                                heiss umkaempfte Fuehrung


die Verfolgergruppe

Auf dem Rueckweg habe ich vom Strand aus nochmal den Schnee in den Bergen bewundert.



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Samstag, 9. Januar 2010

Gleitschirmfliegen bei Westwind

Hier habe ich noch einige Fotos vom Mittwoch in Peña Rubia. Nachdem wir uns am Dienstag schon mal in diesem Fluggelaende eingeflogen hatten wurde diesmal die naehere Umgebung erkundet.


Anfangs war es schwierig, sich im schwachen Aufwind zu halten




Hax (Swing Arcus 6) vor Mike (Airwave Mustang)


Heimo mit dem Icaro Nikita nach dem Start


Jo mit dem Ozone Rush


Landung nach zwei Stunden


Micha ( Advance Sigma7)


Stefan mit dem WOC Crossblade


Pedro laesst den Sprint von Gin tanzen


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Dienstag, 5. Januar 2010

Winter- Paragliding in Peña Rubia

Die ersten Gleitschirmfluege in 2010 haben wir heute in Peña Rubia gemacht. Bei der derzeitigen Wetterlage mit viel Westwind und heftigen Regenfaellen in ganz Spanien bin ich froh, dass ich mit meiner Gleitschirmgruppe aus Oesterreich ueberhaupt zum Fliegen gekommen bin. Der Wind war ueberraschend ruhig, als wir in Peña eintrafen.


Franz mit seinem Epsylon beim Start



Heimo soart vor dem Startplatz



Hax mit dem Swing Arcus



Micha mit seinem Sigma 7



Stefan unter dunklen Wolken am Himmel



Frieren am Startplatz

In der Kamera habe ich noch Fotos von unserem Weihnachtsspaziergang im Englischen Garten in Muenchen gefunden:


don''t forget!



Inschrift einer Parkbank

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